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1. Mai 2018

{selbstgemacht} Löwenzahnsirup

Wenn ja was in meinem Garten blüht, dann der Löwenzahn.... besonders eine Ecke wurde von dem gelben Gewächs ordentlich überwuchert. Also warum jetzt nicht aus der Not eine Tugend machen und die ja eigentlich hübsch anzuschauenden Blüten in etwas sinnvolles verwandeln.

Dazu braucht es nicht viel. Nur ein Glas, Löwenzahnblüten und Zucker. Ich habe jetzt handelsüblichen Raffinadezucker hergenommen. In manchen Rezepten stand Rohrohrzucker. Ich mache das das erste Mal und habe keine Ahnung obs was wird und habe daher zu dem gegriffen, was zuhause war.

Nun pflückt also zur sonnigen Mittagsstunde reichlich Löwenzahnblüten, nur die gelben Blüten, ohne grünes untendran. Manche sagen, es geht bei den kleinen jungen Blüten auch mit grün. Ich habe versucht möglichst wenig grünes zu erwischen, dennoch ist hier und da noch grünes dabei. Ach und macht es besser als ich: zieht euch Handschuhe an! Lasst kleine Krabbeltiere erst gar nicht mit dazu ;)

Dann werden die Löwenzahnblüten mit dem Zucker in ein Glas geschichtet. Mit einer dünnen Schicht Zucker beginnen, dann Blüten, dann Zucker. Die Zuckerschichten etwa halb so dick wie die Blütenschichten, di e Blüten müssen nur bedeckt sein. Die Blütenschichten immer schön verdichten! Ich habe einfach mit der Hand alles beieinander gedrückt. Mit Zucker abschließen. Dann Deckel drauf und das Glas an einem sonnigen Fenster gute 3-4 Wochen einfach vergessen. 

Wenn diese Zeit um ist, sich der Zucker aufgelöst, sich dank der Blüten in schönen grün-braunen Matsch verwandelt hat, wird alles einmal aufgekocht, durch ein Sieb gestrichen und noch einmal aufgekocht, um dann heiß in Gläser abgefüllt zu werden. Für längere Haltbarkeit kann es noch mal richtig eingekocht werden, aber da ich nur eine Kleinstmenge zum Ausprobieren gemacht habe, wirds wohl gleich verbraucht. Daher kann ich mir diesen Schritt sparen.

Bei mir dauerts auch noch eine Weile, mein Glas steht erst seit einer Woche auf der Fensterbank. Die Hälfte des Zuckers ist schon zu einer sirupartigen Masse aufgelöst. 



Heute ist ja Dienstag. Kreativer Dienstag -> creadienstag :)

24. November 2015

Produkttest: Diamant Sirupzucker

Meine Nachbarin hat mir dieses Jahr wieder jede Menge Brombeeren vor die Tür gestellt. Die habe ich größtenteils einfach eingefroren, um sie dann nach und nach zu verarbeiten. Meist koche ich Gelee oder Konfitüre daraus. Oder es gibt mal eine Brombeerquarkspeise, wofür ich die Brombeeren meist einmal kurz köcheln lasse und dann mit Zucker und Quark verrühre. 

Nun lagerten jedenfalls noch 3 große Gefrierbeutel mit Brombeeren in der Truhe. Und ich habe die Möglichkeit bekommen, diese noch zu etwas anderem zu verarbeiten, nämlich Sirup.


Dazu gibt es nun  einen Sirupzucker von Diamant. Dieser ist aufgrund seiner Rezeptur hervorragend geeignet für die Herstellung von Frucht-, Blüten- und Kräutersirupen. Die im Sirupzucker enthaltene Pektinase verhindert ein zu starkes Gelieren bei Fruchtsirupen.


So gelingt die Zubereitung, hier mit Brombeeren:

1. 500 Gramm gewaschene Früchte in einem Topf mit 250ml Wasser aufkochen und offen 8-10 Minuten köcheln lassen.

2. Die Fruchtmasse auskühlen lassen und mit einem Päckchen Sirupzucker vermischen, so das der Zucker sich auflöst.

3. Die Zucker-Fruchtmasse über Nacht abgedeckt bei Zimmertemperatur stehen lassen.

4. Durch ein feines Sieb oder ein Safttuch in einen großen Topf abseihen.

5. Sirup aufkochen und unter Rühren etwa 3-4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Dann in heiß ausgespülte Flaschen füllen, gut verschließen und abkühlen lassen.



Bei mir wurden es etwa 600 ml Sirup, was aber von Frucht zu Frucht unterschiedlich ist.


Uns schmeckt der Sirup nun in einem Mischungsverhältnis von 1:6 mit Wasser, oder aber auch über Vanillepudding oder Eis (oder Sekt, oder Quark, oder Joghurt...).


Es ergeben sich wahnsinnig viele kreative Verwendungsmöglichkeiten für den Sirup. Ich dachte noch an Minz-Zitronenmelissen-Sirup. Oder Erdbeer-Vanille, Kirsch-Zimt oder oder oder. Die Saison für Holunderblüten ist ja nun leider schon länger vorbei, aber kommt ja "bald" wieder. 
 


9. März 2013

Produkttest: Steviosid Pulver

Süßes ohne die lästigen Zuckerkalorien. Schöne Vorstellung, oder?

Vor einiger Zeit hat sich ein neues Produkt, bzw. Zutat/ Bestandteil, auf dem deutschen Markt ausgebreitet, das genau das verspricht. Stevia in aller Munde. Sicher hat jeder von euch schon ein wenig von Stevia gehört, daher möchte ich nun nicht noch einmal alles durchkauen ;-) Wer sein Wissen darüber noch ein wenig auffrischen möchte, der darf sich gerne *hier* umschauen, da wird alles sehr ausführlich und gut erklärt.

Ich konnte nun das Pulver von steviakaufen.com testen. Eine kleine Dose mit 25 g Inhalt. 
Da die Süßkraft von Stevia ca. das 300fache von normalem Haushaltszucker besitzt, sind diese 25 g Pulver vergleichbar mit 7,5 Kilo Zucker. Das ist schon mal eine Aussage.

Nun habe ich die vergangenen Tage das Steviosid Pulver in der Küche verwendet. Zu meiner Schande muss ich sagen, dass ich es nicht ganz so abwechslungsreich benutzt habe, wie ich es mir vorgenommen habe. Meist landete es in Griesbrei, Pudding, Wackelpudding. Eigentlich wollte ich Kuchen, Kekse & Co damit ausprobieren.






Was mich davon abgehalten hat?  Ich glaube das hat drei Gründe:

  1. Die Dosierung: finde ich ein wenig Glücksspiel. Immer im Hinterkopf: 300-fache Süßkraft. Also immer eine Teelöffelspitze verwendet. Ist das nun süß? Oder wonach schmeckt das nun? Führt gleich zu Punkt Nr.
  2. Der Geschmack: es ergibt sich eine andere Süße, als man von normalem Zucker gewöhnt ist. Dieser Geschmack ist nicht einfach "nur süß", sondern bringt einen anderen Nachgeschmack mit. Ich kann ihn nicht genau beschreiben, für mich ein wenig bitter. Nun muss ich sagen, dass ich deswegen immer noch normalen Zucker zusätzlich verwendet habe. Einfach um ein bißchen Normalität in Sachen Geschmack in die Sachen hineinzubekommen. Ich denke, ich bin einfach zu sehr an normalen Zucker gewöhnt und mag den Geschmack einfach. Erst dieser lindert z.B. auch die Lust auf Süßes. Ich denke aber, dass man bei einer kompletten Umstellung auf Stevia-Produkte sich einfach irgendwann an diesen neuen Geschmack gewöhnt und dann eben diesen als "normal süß" empfindet. Ähnlich wie es sich z.B. mit anderen Süßstoffen verhält. Ach, meinen Kindern ist übrigens nichts aufgefallen. Die haben weiterhin den Griesbrei in sich reingeschaufelt, ohne irgendwelche Nachfragen.
  3. Der Füllstoff: Das erläutere ich mal so - im Kuchenteig ergibt der Zucker ja auch Masse, manchmal eine ziemlich große. Ersetze ich nun jede Menge Zucker durch nur eine winzig kleine Menge Steviosid Pulver kommt das ganze Gleichgewicht irgendwie ins schwanken. Ich war mir einfach nicht sicher, womit ich diese fehlende Zuckermasse ausgleichen kann oder überhaupt muss...
 

Ach, Mensch, während ich das hier gerade so schreibe, packt mich die Abenteuerlust. Also jetzt - hier - direkt vom "Tatort Küche" - gibts einfach mal einen Kuchen. Das muss doch gehen, immerhin geistern ja so einige / viele Rezepte durchs Netz. 
Und Marmorkuchen wird hier immer gerne gegessen, hoffentlich auch dieser...

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Also, die passenden Zutaten finden sich, das wären

4 Eier
250 g Butter od. Margarine
1 Fläschchen Rum-Aroma
1 Fläschchen Vanille- Aroma
1 Prise Salz
125 ml Milch
1 gehäufter Teelöffel Stevia Pulver
350 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
2 EL Backkakao, ungesüßt
25ml (ca. 2 EL) Milch

Die Zubereitung unterscheidet sich nicht von einem normalen "Zuckerkuchen" ;-) Also zuerst die Eier mit der Butter gut verrühren, dann das Stevia Pulver gut unterrühren. Dazu kommt dann die Milch, die Aromen, das Salz. 
Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und unter die Eier-Butter... Masse rühren. 
2/3 den Teiges in eine gefettete Kuchenform geben, den restlichen Teig mit Kakao und Milch verrühren - dann ebenfalls in die Kuchenform einfüllen und mit einer Gabel leicht vermarmorieren ;-)

Gebacken wird bei 180°C Ober-/ Unterhitze für 50 Minuten. Oder wie ich bei 160°C Umluft...

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Livebericht aus der Versuchsküche:

2 Helferkinder naschen Teig. Reaktionen "*örks* - total bitter". Ich schütte etwas süßen Vanillesirup und Choco Cookie Sirup in den Teig. Hab ich zuviel Pulver genommen?! "Ein Teelöffel" ist auch ein wenig wage...

Ich probiere wieder - jetzt, nach ca. 5 Minuten habe ich immer noch den totalen Bittergeschmack im Mund. 
Hoffentlich gibt sich das beim Backen! 

..... ein wenig später....

Fertig gebacken. Wir lassen den Kuchen kurz auskühlen und probieren. Ich finde ihn bitter, nein, der Bittergeschmack ist nicht beim Backen verschwunden. Die Kinder essen ihn, verlangen sogar noch ein Stückchen. Ich gebe dem gerne nach, heute gibts Kuchen zum Abendbrot. Denn, sollten sie morgen ihre Meinung ändern, sitze ich auf den Resten.





Mein Fazit: 
Mir schmeckts nicht. Nee, das ist wieder dieser doofe Spagat zwischen: schmeckt nicht - hat aber "keine" Kalorien und ich kann davon mehr essen und dem "ich backe mit mächtig viel Zucker", mir schmeckts und ich esse halt nur ein Stück (bzw. versuche es....).

Somit werde ich den Rest vom Steviosid Pulver weiterhin in Pudding & Co. nehmen, aber nicht wieder zum Backen!

Insgesamt muss ich sagen, dass Stevia Produkte wohl nicht mein Ding sind. Lieber greife ich zu herkömmlichen Zucker oder aber künstlichen Süßstoffen.  



Für meine Leser:

Natürlich sind Geschmäcker sehr verschieden. Es kann gut sein, dass ihr mit dem Geschmack von Stevia-Produkten besser zurecht kommt, als ich. 

Daher nutzt doch vielleicht mal folgenden 10 % Gutschein für eine Testbestellung:

SteviaFrühling

Er ist bis Ende März gültig und ohne MBW.